Schicksalsorte für Mensch und Tier. Durch Installationen und in-situ-Arbeiten versuche ich symbolisch Akte des Heilens zu vollziehen.

Besonders (Schicksals-)Orte und Landschaftsräume, mit denen ich Verletzung(en) verbinde, fordern mich heraus, in ihnen zu installieren oder performativ einzugreifen. Zu meinen Schwerpunkten gehörte z.B. die Arbeit in ehemaligen Räumen einer forensischen Klinik sowie in einem stillgelegten Schlachthof und weiteren Kliniken.

Bei den geschlossenen Räumen, in denen ich bisher gearbeitet habe, handelte es sich oft um verlassene und entfunktionalisierte Orte. In den Zeiten ihrer Nutzung ging es in den meisten von ihnen um Ausnahmesituationen und Verletzungen menschlichen und tierischen Lebens (Forensik, Klinik, Schlachthof, Kapelle). Es sind Orte, die nach eigenen Regeln und Gesetzmäßigkeiten funktionierten und in denen auch aktuell ‚Sondersituationen’ herrschen. Die ‚Toten’- Stille in verlassenen Räumen bedeutet für mich Verdichtung. Indem ich Gegenstände in diesen Räumen installiere, eigne ich mir sie für den Moment des Arbeitens an. Ich arbeite bewusst in Stille.

In den Fällen, in denen es um Verletzungen ging, die in den Räumen stattgefunden hatten und in vergleichbaren Räumen heute leider noch stattfinden, ist mein Ziel die Transformation in eine symbolische Versöhnung. Die schwere Vergangenheit soll eine metaphorische Wiedergutmachung erfahren. Die physische Ausübung meiner `Eingriffe´ hat für mich eine rituelle Komponente.

Badespaß zu zweit?, Hahnemühle Fine Art Print, 60/80, 2018

Privacy?, Hahnemühle FAP, 50/70, 2018

Durchblicke, Hahnemühle FAP, 50/60, 2018

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in a life of a woman

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memento mori